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Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung:
Di:  15:00 - 18:00 Uhr
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Gemeindeverwaltung
Dorfstrasse 26
3053 Diemerswil
Telefon:   031 869 24 55
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Geschichte

Es mag erstaunen, dass man hier auf die Familien von Erlach, von Bonstetten, von Fellenberg und auf Heinrich Pestalozzi st√∂sst. Aber es ist so: Diemerswil hat eine reich befrachtete Geschichte. Erstmals urkundlich erw√§hnt wurde das kleine Dorf am √§ussersten S√ľdosthang des Frienisbergs 1257 als ‚ÄěDiemarswile‚Äú. Woher der Name genau stammt, ist nicht √ľberliefert. Sehr wohl √ľberliefert ist aber, dass es im Brandwald, einem Waldst√ľck, von dem aus man √ľber die ganze Ebene blicken kann, einen hallstattlichen Grabh√ľgel aus der Eisenzeit gibt, der 1855 gefunden und freigelegt wurde.

Das √§lteste Haus im Dorfkern, erbaut am Ende des 18. Jahrhunderts, ist ein kleines, einzigartiges und eigenwilliges Geb√§ude mit einem gemauerten und unterkellerten Sockel und einem Ofenhausteil, das ‚ÄěOfeh√ľsi‚Äú. Ganz in der N√§he befindet sich der Gasthof, ein volumin√∂ser Riegelbau aus dem Jahre 1873.

Richtung Oberlindach st√∂sst man auf das Schulhaus von 1827, in dem noch heute eine Mehrklassenschule beheimatet ist. Pestalozzi w√ľrde bestimmt heute noch die Gastfreundschaft in Diemerswil zu sch√§tzen wissen, lebte er doch im Alter eine Weile als Gast von Philipp Emanuel von Fellenberg in der Mettlen. Der P√§dagoge von Fellenberg hatte 1799 das Landgut Hofwyl √ľbernommen und mit der Zeit verschiedene Lehranstalten gegr√ľndet. In der Mettlen in Diemerswil unterhielt er einen landwirtschaftlichen Musterbetrieb.

Am s√ľdlichen Ende des Dorfes findet man drei Landwirtschaftsbetriebe. Zwischen 1918 und 1926 befand sich ein Grossteil dieser Geb√§ude im Besitz der Chocolat Tobler in Bern. Die Firma nutzte die H√§user als Feriensiedlung f√ľr Angestellte und deren Kinder.

Richtung Sch√ľpberg kommt man an der Riedmatt vorbei. Hier findet sich ein St√∂ckli aus dem 19. Jahrhundert, ein in der Gemeinde einmaliger Riegelbau mit Malereien und Inschriften. Weiter Richtung Sch√ľpberg, am nordwestlichen Rand des Dorfes, befindet sich die Siedlung Kohlholz.

Auch der Adel machte in Diemerswil Station und liess sich von der atemberaubenden Aussicht verzaubern: Junker und Hauptmann von Steiger besass einen Herrschaftssitz am √∂stlichen Dorfrand, an dessen Stelle 1870 Philipp Emanuel von Fellenberg ein Schloss bauen liess. Die Grundrisse dieses Prachtbaus sind im Archiv der Nationalbibliothek erhalten geblieben. Nach von Fellenbergs Tod wechselten die Besitzer mehrmals. Unter ihnen war die Familie von Erlach, die den Besitz als Jagdschl√∂sschen nutzte. Bevor das Schloss abgerissen wurde ‚Äď es gibt verschiedene Quellen zum Zeitpunkt des Abbruchs, die einen sprechen von 1965, die anderen von 1969 ‚Äď besass Frau von Bonstetten das Anwesen. Sie war auch die Letzte, die darin wohnte.

Heute ist Diemerswil ein kleines, aber eigenständiges Dorf mit rund 200 Einwohnern, einem hervorragenden Restaurant und einer Mehrklassenschule.